Mittwoch, 25. Juli 2012










Ihr Lieben,
endlich ist der Sommer ausgebrochen hier auf Sylt. Der Strand ist voll und das Wasser super zum abkühlen. Wir nutzen jede freie Minute um ans Wasser zu gehen und uns zu bräunen. :)
Ansonsten ist soweit alles paletti. Diese Woche helfe ich nachmittags beim Flohcircus mit, das sind die drei bis fünf jährigen. Wir haben uns jetzt schon eine Nummer für Samstag ausgedacht und müssen sie die nächsten beiden Tage nur noch ein wenig üben.
Heute, ganz früh morgens, war ich mit Lisa schwimmen. Es ist super schön, wenn morgens noch nicht so viele Menschen am Strand sind und das Wasser in der Dusche fühlt sich danach dann auch nicht mehr ganz so kalt an wie sonst.
Ich genieße meine letzte Woche also in vollen Zügen und freue mich jetzt schon aufs nächste Jahr.
Ich vermisse euch.
Eure Madita

Samstag, 21. Juli 2012


















Und dann mit der Sonne ins Meer.
Sophia und ich haben heute den perfekten Moment des Sonnenunterganges am Strand von Wenningstedt abgepasst um schöne Fotos zu machen. Der Sommer und meine Zeit hier auf Sylt neigt sich langsam dem Ende zu, also versuche ich nochmal alle schönen Momente hier auf der Insel einzufangen um sie immer in Erinnerung zu behalten. Vielleicht komme ich ja im nächsten Sommer wieder her.
Auch, wenn ich hier wirklich viel gearbeitet hab, sehe ich meinem zu Hause in Hamburg mit ein wenig Angst entgegen. Wie wird es sein, nicht mehr jeden morgen oder abend mit Freunden an den Strand zu gehen, die Ruhe und Weite des Meeres zu genießen und sich den kühlen Wind um die Nase wehen zu lassen? Wie wird es sein, wenn man abends wieder alleine vor dem Fernseher im Großstadtjungle sitzt und seine Freunde nicht mehr im Zimmer direkt neben einem schlafen? Wie wird es sein, ohne diese Gemeinschaft zu leben, die einen zu dem Menschen verholfen haben, der man wirklich ist.
Na ja, noch ist meine Zeit hier nicht zuende, ein paar Tage bleiben mir noch und von den Erfahrungen wird man bestimmt etwas, oder sogar sehr viel, mitnehmen nach Hamburg.
Ich will nicht zurück, ich bin gern hier auf Sylt.
Gute nacht an alle!

Donnerstag, 19. Juli 2012

Ihr Lieben,
wenn man eine so lange Zeit weg ist vom alltäglichen Leben, von der Schule, den Freunden, der Familie und seinem Zuhause, fängt man automatisch an sich Gedanken über sein Leben zu machen. Hier kann ich es mit Abstand betrachten, stecke nicht mittendrin sondern schaue sozusagen nur vom Spielfeldrand aus zu. Es fühlt sich an, als wäre Halbzeitpause wie in einem Fußballspiel. Nach der Pause geht es genau dort weiter, wo es aufgehört hat. Mit den gleichen Spielern, dem gleichen Ball und dem gleichen Torwart.
Was aber, wenn man sich verändert hat in dieser Zeit? Was, wenn man neue Strategien, neue Ansichten und neue Erfahrungen mit sich bringt? Bekommt man dann die Zeit, diese auszuprobieren oder geht es einfach immer so weiter das Spiel?
Mir ist nach einer Veränderung. Es ist langweilig geworden, immer das gleiche zu sehen, immer den selben Ball vor sich herzuschießen. Nach der Halbzeit spielt man in die andere Richtung, auf das andere Tor und trotzdem ist es irgendwie genauso gut oder schlecht wie vorher.
Hier auf Sylt sind wir alle andere Menschen. Wir sind wir selbst, müssen uns nicht verstellen, uns nicht verstecken hinter Schminke, teuren Klamotten oder dem Schweigen. Hier darf jeder so sein, wie er ist. Wir haben diese schwarzen Jacken vom Circus Mignon. Fast alle haben sie und tragen sie täglich bei der Arbeit. Es gibt einem das Gefühl dabei zu sein, dazu zu gehören egal ob man Locken hat, schwarze oder blonde Haare. Niemand ist jemand besseres, alle kommen mit den gleichen Bedingungen und werden so aufgenommen wie sie eben sind. In den letzten Wochen habe ich angefangen, darüber nachzudenken, wer ICH bin. Seitdem ich hier bin, habe ich mich vielleicht einmal geschminkt, mir einmal die Haare geglättet, das wars dann auch schon wieder. Jeder steht hier morgens auf und ist einfach so wie er ist. Man denkt hier einfach nicht darüber nach, was man anzieht und trotzdem fühlen sich alle gut. Nein, es ist wahrhaftig nicht so, dass wir hier ausschließlich mit Gummistiefeln, Jogginghose und viel zu großem Pulli über den Platz laufen, aber es geht ja auch einfach darum, dass man sich wohl fühlt, egal was man anhat.
Hier muss sich niemand beweisen. Jeder ist irgendwie auf seine Art und Weise beliebt, muss keine großen Sprüche klopfen und keine tollen Sachen können. Man muss nur eben einfach man selbst sein. Keine leichte Aufgabe aber ich denke, die meisten lernen es in der Zeit, in der sie hier sind.
Obwohl man hier mittendrin ist in der High Society Deutschlands, fühlt man sich wie in einer anderen Welt. In einer Welt ohne Konkurrenzkampf, in einer Welt in der man einfach Spaß haben darf, in der einem das Lernen und Arbeiten mehr Spaß bringt, als jemals zuvor, in einer Welt voller Freunde und Geborgenheit.
Wenn ich hier eines gelernt habe, dann ist es, mich so gut zu fühlen, wie ich bin. Zufrieden zu sein mit mir und dem was ich leiste und mache und glücklich zu sein in allem was ich tue. Ich bereue nichts, keinen einzigen Tag und wenn er auch noch so beschissen war.
Danke Sylt, dass ich jetzt weiß, wer ich bin! Danke lieber Circus Mignon für all diese wunderbaren Erfahrungen.
Danke Leonie, Elina, Saskia, Kathi, Lena, Lisa, Greti, Sophia, Mikail, René und allen anderen.
Vorallem aber: Danke Leopold.

Dienstag, 17. Juli 2012

















Hallo ihr Lieben, lieber Mikail und Leopold :D
Die letzten beiden Tage waren furchtbar anstrengend. Menschen, die einem in so kurzer Zeit so sehr ans Herz gewachsen sind, sind gegangen. :( Wir haben neue Kollegen und Kolleginnen dazu bekommen und dennoch hängen alle in der Luft und wissen nicht genau, wohin mit sich.
Es fehlen die fröhlichen Gesichter und die lauten Zurufe quer über den Platz. Der Kliffkiecker ist irgendwie leer geworden und das Wetter ist so wie unsere Stimmung. Na gut, ganz so Depressiv sind wir NICHT, wie man an den Bildern erkennt. :)
Diese Woche sind die Schweizer bei uns. Ihre Show heißt "Bilder einer Ausstellung" nach dem gleichnamigen Stück von Mussorgsky. Es ist sehr akrobatisch und ganz schön anzusehen.
Heute gehen wir wieder einmal in den Kliffi um uns ein bisschen abzulenken und natürlich einfach Spaß zu haben.
Ich hoffe, euch allen geht es weiterhin gut, mittlerweile habe ich wirklich schon das Gefühl, hier zu wohnen. Mal schauen, wie es mir dann ergeht, wenn ich zurück in Hamburg bin, ob ich mich dann freue oder lieber weiter in der Weltgeschichte herumdödeln möchte.
Grüße und Küsse,
Madi/Madita/Diddddäääääär

Freitag, 13. Juli 2012

Ich liebe diese Tage, egal wie scheiße es war, ich will mich nicht beklagen. Ich liebe diese Tage.
Wer den Jugendgruppenleiterschein in der Tasche hat, kennt sich mit den vier Phasen der Gruppenentwicklung bestens aus. Wir sind hier jetzt in der vierten, der "Kuschelphase". Samstag fahren nämlich super viele liebe Menschen nach Hause und wir sind alle ganze traurig, dass wir uns dann für eine lange, lange Zeit nicht sehen können.
Deshalb ist bei uns seit drei Tagen PARTY angesagt. Jeden Abend gehts nach einem Strandspaziergang in unseren "Kliffkiecker", dass ist hier DIE Bar in Wenningstedt. Da werden dann abends die Tische weggeschoben und man kann tanzen zu allem möglichen neuen und alten Scheiß. Lustig ist es auf alle Fälle denn peinlich machen is nicht, man sieht die Menschen ja eh icht wieder. So kommt es dann, dass man manchmal auch einfach in Jogginghose und Adidaspulli auf der Tanzfläche steht, aber da ist das dann auch in Ordnung, weil es allen so geht. Man wird zwar langsam doch ein bisschen müde, wenn man jede Nacht tanzen geht, aber morgen ist ja Wochenende, da kann man dann ausschlafen.
Also, mir gehts gut. :D
Grüße an euch alle <3<3<3